Europaprojekte

Neues Erasmus+ Projekt 2015 – 2018

(Cooperation for Innovation and the Exchange of Good Practices; Strategic Partnerships for Schools)

 

 

OBST

Overcoming and Breaking Stereotypes:

Looking for social cohesion in Europe“

 

Bereits seit 19 Jahren führt unsere Schule, gefördert vom COMENIUS-Programm der EU, mit vielen Klassen internationale Unterrichtsprojekte mit ausländischen Partnerschulen durch.

Theorie und Anwendung, Internetnutzung, Präsentation und Kommunikation mit ausländischen Partnern auf Englisch wurden beispielhaft für moderne praxisbezogene Unterrichtsgestaltung, die nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler erheblich motivierte.

So wurde die letzjährigen Comeniusprojekte als herausragend von der Kultusministerkonferenz/PAD ausgezeichnet

Das Comenius-Programm wurde nun aktuell durch das Programm  Erasmus+ ersetzt.

Im Rahmen dieses neuen Programms hat die Robert-Bosch-Fachoberschule als koordinierende Schule erfolgreich einen Drei-Jahres Antrag Erasmus+ (KA2 - Cooperation for Innovation and the Exchange of Good Practices; Strategic Partnerships for Schools) (2015-2018) geschreiben. Das Projekt wird von 5 europäischen Partnerschulen aus Turin (Italien), Talavera de la Reina (Spanien), Słupsk (Polen) und Rovinj (Kroatien) durchgeführt und ist zu Beginn des Schuljahres gestartet.

Der Projekttitel lautet: „Overcoming and Breaking Stereotypes: Looking for social cohesion in Europe“ (OBST).

In dem Projekt werden in verschiedenen Aktionen Konzepte und Unterrichtsmaterialien erarbeitet, mit denen sich Jugendliche dem Thema „Vorurteile gegenüber anderen Nationen und anderer Herkunft“ beschäftigen und lernen, diese Vorurteile zu erkennen und zu überwinden.

Die Projektarbeit findet in einem Europa-Wahlkurs der Schule statt wie auch im regulären Unterricht.

Das Projekt ist so konzeptioniert, dass neben virtueller Projektarbeit, für die eine Kommunikationsstruktur (Internet, Videokonferenzen usw.) aufgebaut wurde, jährlich gemeinsame Workshops aller Partnerschulen zu einem Schwerpunktthema stattfinden.

(Foto: Videokonferenz)

So wird eine praxisnahe intensive Arbeit und rege Diskussion zwischen unseren Schülerinnen und Schülern sowie den Schülerinnen und Schülern der Partnerschulen gewährleistet.

(Foto: Workshop Wahlkurs)

Zur Vorbesprechung des Projekts fand an unserer Schule im Dezember 2015 ein konstituierendes Arbeitstreffen von Schulleitungen, Projektkoordinatorinnen und Projektkoordinatoren sowie Lehrkräften aller Partnerschulen unter Einbindung von Schülerinnen und Schülern des Wahlkurses Europa unserer Schule ein konstituierendes Arbeitstreffen statt.

(Foto: internationales Lehrertreffen in München)

Im April 2016 nahmen Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen incl. der Vorklasse wie auch Lehrkräfte des Wahlkurses Europa an einem einwöchigen Workshop aller Partnerschulen an unserer Partnerschule in Rovinj/Kroatien teil. Die Projekt- und die Fahrtkosten wurden aus Projektmitteln wie auch durch die Unterstützung durch den Förderverein der Schule getragen.

Schülerinnen und Schülern, die erfolgreich an der Mobilität teilgenommen haben, wurde der EUROPAPASS verliehen, in dem die mit den Partnerschulen vereinbarten Kompetenzen zertifiziert werden. Schülerinnen und Schüler, die erfolgreich am Wahlkurs teilgenommen haben, erhielten ein netzwerkinternes Zertifikat.

Für das Erasmusteam

Anton Schicker

 

„Overcoming and Breaking Stereotypes“, Wahlkursfahrt nach Rovinj/Kroatien

Was machen 10 Schüler/innen und 3 Lehrer/innen - mitten im April kurz vor dem Abitur in Rovinj, Kroatien? Urlaub? Nein. Wir haben uns mit Schüler/innen und Lehrkräften von anderen Nationen wie Polen, Spanien, Kroatien und Italien getroffen, um uns über unser gemeinsames Projekt, „Overcoming and Breaking Stereotypes“, kurz OBST, auszutauschen. Von Montag bis Freitag erarbeiteten wir in verschiedenen internationalen Gruppen diverse Aufgaben. Zudem konnten wir die dortige Kultur mit einem von unserem Gastgeber (Kroatien) geplanten Programm kennenlernen. Aber beginnen wir die Geschichte von vorne.

(Foto: Teilnehmer vor der Schule in Rovinj)

Am Montag fand die erste Begegnung mit den anderen Nationen statt. Zum Projektauftakt gab es zunächst einen offiziellen Empfang mit der Schulleiterin und der Stellvertretenden Bürgermeisterin. Es war ungewöhnlich – man sieht sich zum ersten Mal und muss sich erstmals kennenlernen, und der Gedanke beschäftigte uns, wie denn dieses ganze Projekt so zustande kommen soll, mit lauter Fremden um einen herum und das für eine ganze Woche. Doch schon nach den ersten paar Stunden war das Eis schon komplett gebrochen. Behilflich dabei war, dass wir alle in derselben Altersgruppe gewesen sind und von den Lehrern/innen schon am ersten Tag in verschiedene Gruppen, in denen jeweils Teilnehmer/innen aus allen Ländern vertreten waren,  eingeteilt wurden, um die Auswertung des Fragebogens, der zuvor in den teilnehmenden Partnerschulen ausgefüllt worden war, zu analysieren. Montag war der härteste Tag der Woche  – 9 Stunden Arbeit an einem Tag … da war uns nicht mehr nach Feiern zumute.

(Foto: internationale Arbeitsgruppe)

Am Dienstag haben wir uns alle vor der Schule versammelt, um in anderer Gruppenzusammensetzung wieder international gemischt ein neues Projekt anzugehen. Diesmal sollten wir auf der Grundlage von unseren ebenfalls im Vorfeld vorbereiteten Comics (siehe Bild), die Stereotypen des eigenen Landes aufzeigen und einen Sketch aufnehmen. Die Ergebnisse waren auf jeden Fall sehenswert und lustig anzusehen. Besonders wertvoll aber waren die Diskussionen innerhalb der internationalen Gruppen bei dem Erstellen der Videos. Die ersten Stereotypen wurden damit gebrochen und wir haben uns auch gemeinsam in unserer Freizeit getroffen. Am Nachmittag haben wir alle zusammen eine windige Bootsfahrt nach Porec unternommen, um dort eine kurze Stadtbesichtigung zu machen und ein Eis zu essen.

(Foto: internationale Arbeitsgruppe 2)

„Endlich mal ein Tag frei!“, haben wir uns alle am Mittwoch gedacht. Ein Tagesausflug nach Pula und von dort aus ein Bootstrip zum Nationalpark der Insel Brioni hat sich zunächst nicht besonders anstrengend angehört, war es aber. Uns wurde die ganze Stadt gezeigt, Freizeit zum Shoppen gelassen und schließlich noch ein umfassender, geführter Spaziergang durch den Nationalpark ermöglicht. Dort gab es Zebras, Elefanten, Ziegen und viele weitere Tiere. Zu Zeiten des kommunistischen Jugoslawien war dieses Naturparadies der Öffentlichkeit nicht zugänglich, weil dort Staatspräsident Tito lebte und hier auch seine Staatsgäste empfing. Ein paar von uns haben den Abend mit einem selbstgemachten Essen im Hotel abgerundet.

Ab Donnerstag trennten sich unsere Gruppen – eine Gruppe durfte über das Projekt einen Flyer entwerfen und die andere diskutierte über Stereotypen. Zudem haben die kroatischen Schüler/innen für uns ein sehr gut gespieltes Theaterstück über Stereotypen und den Abbau von Vorurteilen vorbereitet und aufgeführt, das an ihren Comic angelehnt war. In diesem durften dann anschließend Schüler/innen der anderen Länder Rollen übernehmen und ihre nationalen Handlungsweisen einbringen. Es entwickelte sich eine sehr interessante und heftige Diskussion. Abends wurden wir mit einem Paddelboot auf die andere Seite der Halbinsel gebracht, wo wir in einer traditionellen Fischerkneipe ein gourmethaftes Fischmenü genießen durften, bei dem alle auf ihre Kosten kamen.

(Foto: blind discussion)

Der Freitag war unser letzter gemeinsamer Tag, bei dem die Gruppen vom Vortag getauscht wurden. Zum Abschluss wurden die Flyer von jeder Gruppe nach Layout, Inhalt und ausgesuchten Bildern bewertet und so der Beste ausgewählt Der Nachmittag bot uns die Gelegenheit, endlich mal am Strand bei wolkenlosem Himmel und 24° C mit den anderen Schülern/innen zu entspannen. Am Abend gab es einen feierlichen Abschluss mit einem Drei-Gänge-Menü, mit einer von den Schüler/innen vorbereiteten Abschlussrede, bei der alle gelacht haben. Alles in allem war es ein sehr schöner und rundum gelungener letzter Abend.Ein Schock ereilte uns noch am Samstag, als wir unseren Flieger beinahe durch ein Missverständnis mit dem Busfahrer verpasst hätten. Aber zum Glück nur beinahe!

Nach der langen und arbeitsintensiven, doch auch erlebnisreichen und beeindruckenden Woche waren wir froh, wieder in München anzukommen. Geblieben sind uns viele neue Erfahrungen und schöne Erinnerungen an Begegnungen mit jungen Leuten und Lehrkräften aus den anderen Partnerländern. Und geblieben ist, dass „Overcoming and Breaking Stereotypes“ notwendiger ist denn je, es aber Methoden gibt, dies zu erreichen.

(Foto: Münchner Teilnehmegruppe)

Daniel Handojo (13 C), Tobias Meisinger (13 A), Anna Sziwek (13 C), Agata Wowk (13 C)

 

Verleihung der Europa-Urkunde der Bayerischen Europaministerin am 24.Okt. 2016

Am 24.10. 2016 erhielt unsere Schule im Prinz-Karl-Palais als einzige oberbayerische Schule die Europaurkunde verliehen.
 Staatsministerin Fr. Merk würdigte unsere Schule mit folgenden Worten:

Projektfahrt nach Turin

 Torino (bella Italia)

Bei den Treffen des Europa-Wahlkurses „Overcoming and Breaking Stereotypes“, bei dem wir zusammen mit anderen europäischen Schulen versuchen Vorurteile abzubauen, stand besonders die Fahrt zu unserer Partnerschule in Turin vom 20. April bis 24. April 2015 im Vordergrund. Zu diesem Zweck haben wir einige Wochen vor der Abreise eine Videokonferenz zum allgemeinen Kennenlernen durchgeführt. Wir planten während des Aufenthaltes ausgehend von einer zuvor erstellten Liste von Vorurteilen einen kurzen Film als Werbespot zu drehen, der gegenseitige stereotypische Sichtweisen beinhaltet.

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