Rechtslehre (RL)

Im Fach Rechtslehre in der Ausbildungsrichtung Wirtschaft und Verwaltung (WV) werden den Schülerinnen und Schülern in der Jahrgangsstufe 11 (laut Stundentafel 2 Std. in der Woche) grundsätzliche rechtliche Zusammenhänge vermittelt. In Verbindung mit den anderen Unterrichtsfächern (insbesondere den Fächern Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen und Sozialkunde) und Erkenntnissen aus der fachpraktischen Ausbildung wird ihnen die Funktion des Rechts klar. Darüber hinaus erkennen sie Möglichkeiten und Grenzen rechtlichen Handelns in unserem Wirtschafts- und Gesell­schaftssystem.

Um den Schülerinnen und Schülern die rechtlichen Zusammenhänge des Wirtschaftslebens aufzuzeigen, werden im Fach Rechtslehre Grundzüge des bürgerlichen, des Handels- und Gesellschaftsrechts behandelt. Dem gleichen Ziel dient die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit den wichtigsten Bereichen des individuellen und des kollektiven Arbeitsrechts.

Es werden Unterrichtsformen bevorzugt, die neben der Fachkompetenz vor allem die Methodenkompetenz, aber auch die Sozialkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. Insbesondere sollen die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe der jeweiligen Gesetzestexte Rechtsfälle selbstständig bearbeiten und eigene Lösungen vertreten.

Lerngebiete:

  • Grundlagen des Rechts
  • Bürgerliches Recht
  • Handelsrecht I (Kaufmann, Firma, HR, Vollmachten)
  • Handelsrecht II (Rechtsformen der Unternehmungen)
  • Arbeitsrecht

Leistungsnachweise:    

  • Mindestens 1 Kurzarbeit pro Halbjahr oder mindestens 3 Stegreifaufgaben im Schuljahr;
  • 1 mündliche Note pro Halbjahr

 

Der Unterricht im Fach Rechtslehre in der Jahrgangsstufe 11 der Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft (IW) (laut Stundentafel 2 Std. in der Woche) soll zum fachlich fundierten, verantwortlichen und sozial kompetenten Handeln im nationalen und internationalen Rechtsverkehr befähigen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler auf jene Lebensbereiche vorzubereiten, in denen sie in Zukunft als Konsument, Arbeitnehmer, Unternehmer und Staatsbürger handeln. Zudem wird ein wichtiger Beitrag für die Studierfähigkeit in einem adäquaten Fach geleistet.

Die Schülerinnen und Schüler bewältigen Fallsituationen aus dem nationalen und internationalen Vertragsrecht, handeln als Verantwortliche im kaufmännischen Geschäftsverkehr, wählen geeignete Rechtsformen aus und gestalten die vertraglichen Beziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Sie setzen sich mit juristischen Denk- und Vorgehensweisen auseinander, lösen rechtliche Problemfälle unter Zuhilfenahme von Gesetzestexten selbstständig und überprüfen die Lösungen auch im Hinblick auf soziale Entwicklungen und wirtschaftliche Notwendigkeit.

Die Erfahrungen aus der fachpraktischen Ausbildung unterstützen den Kompetenzerwerb.

Bei Besuchen von Gerichtsverhandlungen erfahren die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten und Grenzen rechtlichen Handelns.

Der Unterricht ermöglicht nicht nur Verbindungen zu den Lernbereichen im Fach Internationale Betriebswirtschaftslehre (z.B. „Ein Unternehmen international ausrichten“ oder „Jahresabschlussarbeiten durchführen“), indem er dort erworbene Kompetenzen ergänzt, sondern knüpft an Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus ihrer fachpraktischen Ausbildung in der 11. Jahrgangsstufe an.

Lernbereiche:

  • Kaufverträge mit inländischen und ausländischen Partnern abschließen und erfüllen
  • Als Kaufmann / Kauffrau am Rechtsverkehr teilnehmen und für ein internationales Unternehmen die geeignete Rechtsform finden
  • Die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestalten

Leistungsnachweise:

  • mind. 1 Kurzarbeit im Schulhalbjahr oder mind. 3 Stegreifaufgaben im Schuljahr;
  • 1 mündliche Note im Schulhalbjahr

 

F. Weingärtler, Fachbetreuer VWL/RL