Internationale Wirtschaft

Seit Schuljahr 2015/16 sind an der Robert-Bosch-Fachoberschule zwei 11. Klassen in der Ausbildungsrichtung „Internationale Wirtschaft“ eingerichtet worden.

Diese Ausbildungsrichtung trägt der zunehmenden Globalisierung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aktivitäten Rechnung. Der Unterricht soll vertraut machen mit Mechanismen, Problemen und Strategien des Wirtschaftslebens im internationalen Umfeld und bildet damit vorrangig den wissenstheoretischen Teil der Globalisierung ab.

Profil und Unterrichtsangebot unterscheiden sich zum Teil erheblich von dem der Ausbildungsrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“. Weitere Informationen finden Sie auch im Flyer (der Unterricht findet in unserem neuen Schulgebäude in der Schleißheimer Straße 510 statt).


Stundentafel für die Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft

Fächer / Jahrgangsstufe 11 12 13
Religionslehre - 2 1
Deutsch (schriftliche Abschlussprüfung) 2 4 5
Englisch (schriftliche Abschlussprüfung) 2 4 6
Geschichte 2 -
Sozialkunde - 3 -
Geschichte/Sozialkunde - - 2
Mathematik (schriftliche Abschlussprüfung) 2 4 5
Internationale Betriebswirtschafts- und
Volkswirtschaftslehre
(schriftliche Abschlussprüfung)
3 5 5
Zweite Fremdsprache (Französisch oder Spanisch) 2 3 3
Technologie - 2 2
International Business Studies - 2 2
Rechtslehre 2 - -
Wirtschaftsinformatik - 2 -
Sport - 2 -
Seminarfach/Wirtschaftsinformatik - - 2

Summe

15 33 33
fachpraktische Ausbildung (einschließlich fachpraktischer Anleitung und fachpraktischer Vertiefung) 19-20 - -

Während für die Fächer Religionslehre / Ethik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Sozialkunde, Geschichte / Sozialkunde, Mathematik, Technologie, Wirtschaftsinformatik, Sport die bisher gültigen Lehrpläne der Ausbildungsrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“ gelten, wurden für die Fächer Internationale Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre, Zweite Fremdsprache Französisch oder Spanisch, International Business Studies und Rechtslehre sowie für die Fachpraktische Ausbildung neue Lehrpläne erstellt.


Das profilbildende Fach Internationale Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre (IBVWL) soll eine grundlegende betriebs- und volkswirtschaftliche Bildung vermitteln, einen Beitrag zur Studierfähigkeit in einem adäquaten Bereich leisten und so die Schülerinnen und Schüler für eine zukünftige Aufgabe als Führungskraft in einem internationalen Unternehmen qualifizieren.

Lernbereiche:

  • ein Unternehmen international ausrichten,
  • mit Hilfe der Kosten- und Leistungsrechnung marktgerechte Entscheidungen vorbereiten,
  • wirtschaftliche Prozesse mikroökonomisch analysieren und beurteilen,
  • Wirtschaftswachstum als volkswirtschaftliche Größe beurteilen,
  • Jahresabschlussarbeiten durchführen,
  • liquide Mittel beschaffen und Investitionen tätigen,
  • mittels erfasster Kostenstrukturen betriebliche Entscheidungen treffen,
  • wirtschaftspolitische Ziele beurteilen.

Ziel des Faches International Business Studies (IBS) ist die bilinguale Vermittlung interkultureller Kompetenzen aus den Bereichen der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre und der Rechtslehre.

Inhalte dieser interkulturellen Kompetenzen sind:

  • Online Bewerbung / online application
  • Leitbild / corporate philosophy
  • Bewerbungsstrategien, z. B. Netzwerke aufbauen / job application / interview strategies, e.g. building up networks
  • verbale und non-verbale Kommunikationsstrategien, z.B. Einsatz von Stimme und Körpersprache / verbal and non-verbal communication strategies, e.g. use of body language and tone of voice
  • Personalplanung: Personalaufbau, Personalfluktuation und Personalerhaltung / Human Resource Planning: Recruitment, quantitative labour turnover and staff retention
  • gesetzliche Bestimmungen, z.B. Gesundheits- und Arbeitsschutzgesetzgebung / legal regulations, e.g. health and safety legislation
  • Motivationstheorien, z.B. Theorie von Herzberg, Theorie von Maslow / theories of motivation, e.g. theory of Herzberg, theoriy of Maslow
  • Anreize und Belohnungen, z.B. flexible Arbeitszeit, Zusatzleistungen / incentives and rewards, e.g. flexible working times, fringe benefits
  • Aufgaben und Funktionen von Führung / Management in verschiedenen Kulturkreisen / tasks and functions of management / managing across ultures
  • Kommunikationsmodelle, z.B. Schulz von Thun, Watzlawick / models of communication, e.g. Schulz von Thun, Watzlawick

Der Unterricht im Fach Rechtslehre (RL) soll zum fachlich fundierten, verantwortlichen und sozial kompetenten Handeln im nationalen und internationalen Rechtsverkehr befähigen.

Lernbereiche:

  • Kaufverträge mit inländischen und ausländischen Partnern abschließen und erfüllen,
  • als Kaufmann / Kauffrau am Rechtsverkehr teilnehmen und für ein internationales Unternehmen die geeignete Rechtsform finden,
  • die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestalten.

Der Unterricht ermöglicht nicht nur Verbindungen zu Lernbereichen im Fach Internationale Betriebswirtschaftslehre ( z.B. „Ein Unternehmen international ausrichten“ oder „Jahresabschlussarbeiten durchführen“), indem er dort erworbene Kompetenzen ergänzt, sondern knüpft an Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus ihrer fachpraktischen Ausbildung in der 11. Jahrgangsstufe an.


Die zweite Fremdsprache Französisch oder Spanisch ist, im Gegensatz zur Ausbildungsrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“, in der neuen Ausbildungsrichtung ein Profilfach, da Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Kompetenz im Wirtschaftsleben die Grundlage für gelingende Zusammenarbeit und die effektive Organisation von Abläufen bilden.
Die systematische Entwicklung von Kompetenzen, die erfolgreiches Handeln in fremdsprachlichen Situationen gewährleisten, erfolgt in vier wesentlichen Kompetenzbereichen:

  • kommunikative Kompetenzen
  • interkulturelle Kompetenzen
  • Text- und Medienkompetenz
  • methodische Kompetenzen

In den Themengebieten Individuum und tägliches Leben, Gesellschaft und aktuelles Geschehen, Wirtschaft und Arbeitsleben soll sprachlich-interkulturelle Handlungsfähigkeit vermittelt werden.
Das Leistungsniveau am Ende der 12. Jahrgangsstufe orientiert sich für Schülerinnen und Schüler ohne Vorkenntnisse am Niveau A 2 (+) nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Schülerinnen und Schüler, die an den Vorgängerschulen Kenntnisse auf dem Niveau B 1 nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen erworben haben, vertiefen und erweitern ihre Französisch- oder Spanischkenntnisse zu B 1 + nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen.


FRAGENKATALOG - Ausbildungsrichtung "Internationale Wirtschaft (IW)"
als Reflexionshilfe, um interessierte Schülerinnen und Schüler bei der Wahl der Ausbildungsrichtung zu unterstützen