Entwicklung der Schule

Entwicklung der Robert-Bosch-Fachoberschule für Wirtschaft

Die Landeshauptstadt München, verkörpert durch ihren Stadtrat, stimmt mit dem Beschluss der Vollversammlung vom 3.6.1970 der Errichtung einer städtischen Fachoberschule zu.

Dieser damals neue Schultyp nimmt als eigenständiger Bildungsweg eine Sonderstellung zwischen Gymnasium und beruflicher Bildung ein. Die Gliederung in Ausbildungsrichtungen (Wirtschaft, Sozialwesen, Technik und Gestaltung), die fachpraktische Ausbildung und die Zielrichtung zur Qualifizierung für die Fachhochschule (nach der 12. Klasse) machen den Unterschied zum Gymnasium aus. Die Fachoberschulen haben einen starken Bezug zur beruflichen Bildung und legen Wert auf Praxisbezug.

Am ersten Schultag des Schuljahres 1970/71 wird der Unterricht in den drei Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialwesen mit insgesamt 427 Schüler/innen und 28 Lehrkräften aufgenommen.

Im Schuljahr 1972/73 fällt im städtischen Bereich die Ausbildungsrichtung Technik weg, dafür kommt der Bereich Gestaltung dazu.

Infolge des starken Wachstums wird die Schule zum Schuljahr 1983/84 geteilt: die FOS I mit der Ausbildungsrichtung Wirtschaft (später Robert-Bosch-Fachoberschule) und in die FOS II mit den Ausbildungsrichtungen Sozialwesen und Gestaltung (später Rainer-Werner-Fassbinder-Fachoberschule).

Die Wirtschafts-FOS bezieht 1983/84 das neue Schulgebäude in der Lindwurmstr. 90. Sie startet mit 1127 Schülerinnen und Schülern. Sie werden in 40 Klassen von 64 Lehrkräften unterrichtet.

Am 4.2.2003 beschließt der Stadtrat eine Beschränkung der Zahl der 11. Klassen der Schule.  Ab dem Schuljahr 2005/2006 werden nur noch 14 11.Klassen gebildet.  Aufgrund der Beliebtheit des Schultyps entstehen deshalb weitere Fachoberschulen in München und im Umland.

Im Juli 2004 gibt die Schule sich den Namen Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule für Wirtschaft.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 werden zusätzlich Schülerinnen und Schüler in der Dualen Berufsausbildung und Fachhochschule (DBFH) zusammen mit der Städtischen Berufsschule für Informationstechnik und der Städtischen Berufsschule für Immobilien und Finanzen betreut. Unsere Schule beteiligt sich zusätzlich mit dem Schuljahr 2015/2016 am Schulversuch zu einer neuen Ausbildungsrichtung Internationale Wirtschaft.

Im Schuljahr 2015/2016 bezieht die Städtische Robert-Bosch-Fachoberschule für Wirtschaft ein neues Schulgebäude in der Schleißheimerstraße 510, unmittelbar bei der U-Bahnstation Dülferstraße (U2).

Wir unterrichten ca. 800 Schülerinnen und Schüler in 14 Klassen in der Jahrgangsstufe 11, 12 oder 13 Klassen in der Jahrgangsstufe 12 sowie in ca. 2 Klassen in der Jahrgangsstufe 13. Zusätzlich bieten wir eine Vorklasse und einen Vorkurs an.  

Biographie des Namespatrons Robert Bosch

Robert Bosch wurde am 23. September 1861 in Albeck bei Ulm geboren. In den 1920er und 1930er Jahren war Robert Bosch auch politisch tätig. Als liberaler Unternehmer gehörte er verschiedenen Wirtschaftsgremien an.
 
Davon erhoffte er sich einen dauerhaften Frieden in Europa und die Schaffung eines europäischen Wirtschaftsraumes ohne Zollschranken.

1937 hatte Robert Bosch sein Unternehmen in eine GmbH (Robert Bosch GmbH) umgewandelt und ein Testament verfasst, in dem er verfügte, dass die Erträge des Unternehmens gemeinnützigen Zwecken zugeführt werden sollen.

Robert Bosch starb im Jahre 1942 in Stuttgart.

Robert Bosch ist mit seiner unternehmerischen Lebensleistung, aber auch mit seinem Handeln als „homo politicus“, der seinen gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtungen mehr als genügend nachkam und dem das Gedeihen des Gemeinwesens immer im Vordergrund stand, für die jetzige Schülergeneration, aber auch für die zukünftigen und für uns alle ein leuchtendes Beispiel und Vorbild.
 
Weitere Informationen zu Robert Bosch: